Die Schießanlagen

Die Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft Landsberg ist derzeit der älteste aktive Schützenverein des Gaues Landsberg.
Daß die Aktivitäten der Schützen über Jahrhunderte hinweg nicht immer am gleichen Ort stattfanden ist verständlich.
Bedenkt man den Wandel von der Bürgerwehr in den beliebten Schießsport, so ist die Folge, daß Veränderungen in der Waffentechnik die Vielfalt der Schießgeräte nach sich ziehen und somit auch ein Standortwechsel des Schießplatzes nötig war.

1445
waren bevorzugte Schießplätze die Gräben vor den Stadtmauern.
1666
wird vom Bau einer neuen Schießstätte südlich der Stadt auf der Ostseite des Lechs berichtet. Der Zugang, erfolgte durch das "Schießthörl", der heutige Eingang zum Wildpark. Das Eiben (Bogen)- und Armbrustschießen wird eingestellt.
1720
Wegen wachsender Bebauung in der Nachbarschaft und zunehmender Störung der Friedhofsruhe sowie der Beerdigungsfeierlichkeiten durch den Schießbetrieb, mußte dieser Standort an der Augsburger Straße wieder aufgegeben werden.
1884
fand die Eröffnung einer weiteren neuen Schießstätte in der heutigen Friesenegger-Straße (jetzt Schrebergärten) statt.
1952
wurde die stillgelegte Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft wieder ins Leben gerufen. Erschienen waren 27 Interessenten die sich als Vereinsmitglieder konstituierten. Zum Schießlokal wurde das Gasthaus "Sturmwirt" (Wechsler) im Vorderanger ausgewählt. Geschossen wurde alle 14 Tage mit Luftgewehr und Zimmerstutzen. Auf allgemeinen Wunsch der Mitglieder, wieder auf größere Distanz zu schießen, wurde bei der Stadt Landsberg der Antrag gestellt, einen geeigneten Standort für die Schützengesellschaft, entsprechend dem Kaufvertrag von 1936, zur Verfügung zu stellen. Als Lösung bot sich eine alte Kiesgrube in Sandau an.
1957
am 09. September wurde mit dem Bau der Schießstätte in Sandau begonnen. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Paul Winkelmayer wurde ein Eröffnungsschießen mit Kleinkaliber und Feuerstutzen vom 09. bis 24. August 1958 durchgeführt.
1985
wurde ein neuer Luftgewehrstand mit zwölf Schießbahnen erstellt. Das Eröffnungsschießen wurde gleich mit der Stadtmeisterschaft 1985 verbunden.
1993
Die jetzige Schießanlage umfaßt: Eine Gaststätte mit 60 Plätzen und Küche, ein Schützenzimmer mit 40 Plätzen und eine Pächterwohnung. Schießstände für Luftgewehr und Luftpistole, Armbrust, Zimmerstutzen, Sportpistole KK/GK, Freie Pistole, Gewehr KK/GK auf 50 und 100 Meter, sowie Vorderlader-Waffen auf 25, 50 und 100 Meter.
1995
Einweihung der Schießstätte in Landsberg-Sandau