Der Verein kann auf eine lange Vergangenheit zurückblicken.
Aufgrund der ältesten vorhandenen Aufzeichnungen wurde die offizielle Gründung auf das Jahr 1445 datiert.
Die Feuerschützen-Gesellschaft dürfte wahrscheinlich als Bürgerwehr schon 200 bis 300 Jahre früher bestanden haben.
Den Namenszug "Königlich privilegierte" erhielt die Schützengesellschaft am 07. Oktober 1796 durch landesherrliche Verleihung des Kurfürsten Karl Theodor.

1445
Nachweisbare urkundliche Aufzeichnungen.
1586
Vier Landsberger Schützen erzielten Preise in Landshut.
1641
Die Zahl der Schützen belief sich auf 23. Ein trauriges Ergebnis aufgrund der Entvölkerung durch den Schwedenkrieg.
1666
Neuer Schießstand am "Schießthörchen", heutiger Eingang zum Wildpark.
1693
Mitgliederzahl ist bereits auf 48 Mann angewachsen.
1696
Max Emanuel geruhte sein allerhöchstes Wohlgefallen erkennen zu geben, indem er zum alljährlich weiteren Schützenvortheil ein Stück Wild bewilligte.
1702
Spanischer Successions-Krieg. Durch die Standhaftigkeit der Landsberger Schützen war Landsberg eine der letzten bairischen Städte, die sich der kaiserlichen Administration unterwarf.
1715
Am Fest der Wiedervereinigung der kurfürstlichen Familie im Schloß Lichtenberg nehmen auch die Landsberger Schützen teil.
1719/21
Kurfürst Max Emanuel eximierte die Schützen bei ihren Waffenübungen.
1724
Die Schützen der Stadt Landsberg vereinigten sich unter neuen Gesellschaftsregeln.
1737
Erteilung einer Rente zur Deckung der Gesellschaftsbedürfnisse.
1742
Österreichischer Successions-Krieg. Verteidigung der Stadt Landsberg bis zum 20. Juni 1743.
1759
Zivil- und Militärbeamte, Bürger und Auswärtige, Waffenkundige und -unkundige vereinigten sich unter den Vorschriften der Münchner Schützenordnung.
1784
Erste Ausschreibung eines Hauptschießens (Vergleichskampf) mit "Schützen-Vortheil" aus der Staatskasse für Bestgeber.
1796
Die ruhmreiche Landsberger Schützengesellschaft, nun 89 Mitglieder stark, wurde von Kurfürst Karl Theodor mit neuen Gesellschaftsregeln begnadet.
1805
Schützen übernehmen Aufgaben der abziehenden Garnisonen.
1809
Verluste im Kampf gegen Tirol’s Rebellen.
1810
Teilnahme der Schützen bei den Festlichkeiten anläßlich der Vermählung Kronprinz Ludwigs mit Prinzessin Therese, 1.Oktoberfest.
1823
Beitrag zum bairischen Schützen-Almanach, v. Destouches - königlich-bairischer Reichsrath im kgl. Reichsarchiv und Mitglied der Akademie der Wissenschaften.
1872
Festschießen zur Eröffnung der Eisenbahnlinie Kaufering - Landsberg.
1895
Kaiser Wilhelm II. vermacht der Schützengesellschaft zur Feier des 450-jährigen Bestehens im Juli 1895 einen überaus wertvollen Pokal.
1901
Hochzeitsschießen des Mühlenbesitzers Franz, Weishaupt am 7. und 8. Juli 1901.
1904
Am 11. September, zweitägiges Festschießen zu Ehren des Professors Ritter Hubert von Herkomer. Er stiftete eine selbstgemalte Ehrenscheibe, Motiv "Schütze Ignatz Heider". Gewonnen hat die Schützenscheibe Dr. Hermann Wacker. Die Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft verlieh dem Gefeierten am 11. September die Ehrenmitgliedschaft. Ein Fackelzug zu Ehren Hubert von Herkomers beendete dieses Festschießen.
1909
Am 15. August gewann Mathias Waldhör aus Leeder eine Ehrenscheibe, gemalt und gegeben von Hubert von Herkomer. Motiv: "Prosit". Die Abbildung soll Frieda Schönberger darstellen.
1921
Über längere Zeit erschien eine Landsberger Schützenzeitung.
1932
8. Bundesschießen des Oberbayerischen Feuerschützenbundes in Landsberg, durchgeführt von der Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft Landsberg. Protektor für den Oberbayerischen Feuerschützenbund war Seine königliche Hoheit Prinz Alfons von Bayern. Protektor für die Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft Landsberg war Seine königliche Hoheit Erbprinz Albrecht von Bayern.
1945
Aufgrund des Beschlusses der Siegermächte, daß "kein Deutscher mehr eine Waffe in die Hand nehmen darf", ruhte die Gesellschaft bis zum Jahr 1952. Deshalb konnte auch eine 500-Jahr-Feier nicht stattfinden.
1952

Wiedergründung in der Gaststätte "Sturmwirt", am Vorderanger in Landsberg am 25. November.
Die Wiedergründungsmitglieder: Anton Schelkle 1. Schützenmeister, Josef Böck 2. Schützenmeister, Michael Heckmaier Kassier, Rolf Deimel Schriftführer, Josef Bruckmeier Beisitzer, Hans Hecht Beisitzer, Anton Hofberger Beisitzer, Franz Maier Beisitzer, Ludwig Schamper Beisitzer, Peter Arnold, Wilhelm Giggenbach, Josef Grederer, Hermann Hiechinger, Josef Kerler, Georg Kupfer, Fritz Leikauf, Karl Meier, Peter Pölt, Wendelin Rahm, Anton Sämer, Karl Scheidl, Emil Stöckl, Johann Stöckl, Karl Wechsler, Max Weimann, Franz Weishaupt, Johann Wittmann.

1958
Eröffnungsschießen des neuen Schützenheimes in Landsberg-Sandau im August 1958
1961
Die "Feuerschützen" Landsberg stellen zwei Bayerische Meister. Stolze Bilanz, für das kleine Landsberger Aufgebot, dem es erstmals gelang in die Vorherrschaft der Schützenhochburgen München, Augsburg, Kempten und Nürnberg einzubrechen.
1962
Erste Landsberger Stadtmeisterschaften. Ausgetragen mit dem Luftgewehr im Schützenheim Sandau. Von den sieben beteiligten Vereinen erreichte die Feuerschützen-Gesellschaft den 1. Platz.
1964
Die Gesellschaft zählt 115 Mitglieder.
1965
Fahnenweihe bei der Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft Landsberg. Patenverein war die "Feuerschützen-Gesellschaft 1420", Dießen.
1975
Die Mitgliederzahl stieg auf 166 Personen.
1983
14 Schützen beteiligen sich am "Schwarzpulvervorderlader-Scheibenschießen". Aufgrund der hohen Nachfrage für Vorderlader-Waffen wurde am 07.Mai 1983 die "Schwarzpulver-Sparte" gegründet.
1985
Im Jubiläumsjahr (540 Jahre), konnte ein Gebäude für 12 Luftgewehrstände auf zwei Etagen mit jeweils sechs automatischen Scheibenzuganlagen, die auch für Luftgewehr 3-Stellung geeignet ist, fertiggestellt werden.
1986
Teilnahme an der Einweihung der renovierten karolingischen Kapelle "St. Benedikt" in Sandau.
1987
Schützenscheibe "St. Benedikt", gestiftet von Herrn Hochwürden Gabriel Beißer, Stadtpfarrer. Erster Gewinner: Gerhard Zierer, Seestall.
1988

Ersteigerung der historischen Schützen-Königskette in New York. 1. Schützenmeister Leonhard Fiedler und Volksbankdirektor Erwin Stolz brachten die seit dem Zweiten Weltkrieg verschwundene Königskette der Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft wieder nach Landsberg zurück. Sie wurde als Leihgabe dem Landsberger Museum zur Verfügung gestellt. (Zeitungsbericht)
Das 'Sir Hubert von Herkomer-Gedächtnisschießen - 100 Jahre Mutterturm, wurde zusammen mit dem Automobilclub Landsberg durchgeführt.
Olympiasiegerin Silvia Sperber wird zum Ehrenmitglied der Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft Landsberg ernannt.

1989
Im Januar erscheint Heft 1 der "Schießblende", eine vereinseigene Schützenzeitung in Form einer Jahresausgabe, zusammengestellt durch den Chronisten Gaston Schmidt. Eröffnung des neuen Stadtmuseums in Landsberg. Die Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft stellt ihre wertvolle Sammlung von 42 Schützenscheiben, den Kaiser Wilhelm II.-Pokal, die aus New York ersteigerte historische Schützen-Königskette und die alte 100-jährige Schützenfahne als Leihgabe zur Verfügung.
1990
Planungsbeginn von Neu- und Umbau der Schießanlagen in Sandau.
1991
Martin Trischberger † aus Oberfinning erreicht die 60-jährige Mitgliedschaft.
Eine
Abordnung des Schützenmeisteramtes besuchte den Jubilar.
1993
Ausschreibung der Neu- und Umbauarbeiten für die Schießanlagen. Endgültige Abstimmung der geplanten Baumaßnahmen durch die Mitgliederversammlung.
2000
Jubiläum 555 Jahre Kgl. privil. Feuerschützen-Gesellschaft Landsberg. Durchführung des 46. Gauschießen in der Eissporthalle Landsberg am Lech vom 24. Mai bis 1. Juni. Festzug am 4. Juni.
2001
Im Juni wird Gilbert Daniel zum 1.Schützenmeister gewählt. Leonhard Fiedler wird zum Ehrenschützenmeister ernannt.
2002
FSG-Anwesen wird im April an den Abwasserkanal in Sandau angeschlossen. Grundstückskauf im Juli (Parkplatz vor der FSG und oberhalb).
2003
Unsere Fahnenabordnung nimmt an der Feierlichkeit – 1250 Jahre St. Benedikt, Sandau – teil.
2005
Im Internet stellen Raimund Lankl und Gaston Schmidt alle vereinseigene Schützenscheiben in Bild und Text vor, die sich im Schützenheim Sandau, im Neuen Museum LL (Dauerleihgabe) und z.T. im Privatbesitz befinden.
2006
Im September errichtet unser Arbeitsdienst einen neuen Schutzzaun um die Schießanlage.
2007
Erstmalig Jugendkönig bei der FSG. Proklamiert wurde im Dezember Maximilian Egger.
2008
Im Juli findet die Jubiläumsfeier – 50 Jahre FSG-Schießstätte in Sandau – mit Schießen auf Festscheibe - statt.
2009
Am 5.August erfolgte ein Antrittsbesuch einer stattlichen Abordnung unserer FSG im Neuen Stadtmuseum. Der Anlaß war, daß das Ehrenmitglied Sir Hubert Ritter von Herkomer vor 100 Jahren die zweite von ihm gemalte Ehrenscheibe stiftete.
2010
Die FSG verabschiedet sich am 7.7.10 von ihrem Ehrenmitglied (seit 1984) Alois Mayr – Schreinermeister in Erpfting (geb. 25.4.1934, gest. 3.7.2010). Unsere Fahnenabordnung gab ihm das letzte Geleit.
2011
Am 10. Ältestenschießen mit Luftgewehr, Luftpistole und Luftgewehr-Auflage haben 74 Schützen teilgenommen. 62 davon bekamen Sachpreise. Außerdem wurden zum Jubiläum drei Ehrenscheiben ausgeschossen. Für die Älteste und den Ältesten Teilnehmer gab es jeweils einen Geschenkkorb.